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Conrad Scheibner ist Weltmeister, Bronze für Kostja Stroinski

27 Aug, 2017 / 0

Lange sah es bei der Weltmeisterschaft im Tschechischen Racice schlecht für die Berliner Kanuten aus. Neben dem Doppelolympiasieger Marcus Groß schienen auch die anderen beiden Berliner WM Teilnehmer nicht die perfekte Form zu haben. Doch nach dem Ausscheiden im Semifinale im K2 über die 500m zeigte Kostja Stroinski am Sonntagmorgen im ersten Rennen des Tages , dass er mit der Vierer Mannschaft noch deutlich mehr zu leisten vermochte. Das neu zusammen gestellte Boot zeigte gegen die alteingesessenen Favoritenboote ein mutiges Rennen und konnte im Finale hinter den Quartetten aus Australien und Ungarn dem 3. Platz belegen. Ein riesen Erfolg für Kostja, der damit endlich wieder in der Internationalen Spitze angekommen ist.

Zum ersten Mal bei den „Großen“ startete Conrad Robin Scheibner vom SCBG. Am ersten Finaltag versteuerte er sich im C2 über Die 500m leider und belegte mit seinem Partner Stefan Kiraj(Potsdam) Platz 9. Heute wollte er im C4 über die 1000m gemeinsam mit den Potsdamern Brendel, Vandrey und Kiraj der starken osteuropäischen Konkurenz das Wasser reichen. Mutig  ging das Berlin-Brandenburger Boot in das Rennen. Conrad konnte als Schlagmann mit cleverem Blick die Attacken der Gegnerischen Boote lesen und kontern. Am Ende war es eine halbe Bootslänge, welche die neuen Weltmeister ins Ziel sicherten. Es folgten die Boote aus Polen und der Rumänien.

Enttäuscht war Berlins Doppelolympiasieger Marcus Groß nach dem verpassten Edelmetall im Zweier über die 1000m. Lange führend belegte er mit Max Hoff nach einem schweren letzten Teilstück nur Rang 6. Allein stellte er sich dann über die 500m der absoluten Weltspitze und zeigte sich als Mannschaftsbootexperte stark im Finale der Einerspezialisten. Nach einem eher verhaltenen Start gelang es ihm, sich im Mittelfeld zu platzieren. Im Ziel war es dann ein ordentlicher 6. Platz.

 

Bei den Para Kanuten ging Tom Kierey als Silbermedaillengewinner aus Rio keineswegs als Favorit in das Rennen über 200m. Aufgrund vieler Ausfälle durch Krankheit und Verletzungen war bereits im Vorfeld klar, dass eine Medaille nur äußerst schwer zu erreichen wäre. Am Ende belegte er im Finale einen 8. Platz.

 

Am am Ende dieser Weltmeisterschaften haben die deutschen Kanuten wieder einmal ihre Stärke gezeigt. Insgesamt konnten an den beiden Finaltagen 9 mal Edelmetall. Davon glänzen 4 Stück golden.