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Berliner Kanuten beim 2.Weltcup 2018 in Duisburg

30 Mai, 2018 / 0

Nach Abschluss des Weltcups in Duisburg bleibt für die Berliner Teilnehmer ein durch und durch positives Fazit.

Bereits am ersten Finaltag konnte Marcus Groß (GK90) über die 1000m im K2 mit Partner Max Hoff (Essen) den ersten Weltcupsieg erringen. Mit einem beherzten Rennen setzten sich die Sportler vor den Booten aus der Slowakei und Australien durch.

Für Jacob Schopf (KKC) blieb bei seiner ersten Weltcup Teilnahme der Start im K1 über 500m , nachdem sein Zweierpartner Krankheitsbedingt verzichten musste. Die ihm verbliebene Chance sich im „Zirkus“ der Großen zu zeigen hat er mehr als genutzt. Schon das Semi-Finale glich einem Krimi und bescherte ihm den undankbaren dritten Platz, hinter Rene Holten Poulsen aus Dänemark und Marcus Groß. Da nur die ersten Beiden direkt fürs Finale qualifiziert waren, blieb ihm nach dem Ergebnis nur bis zum letzten Rennen zu warten und auf die schnellste Zeit der Drittplatzierten zu hoffen. Jedoch war das erste Rennen so schnell, dass es für den Jungstar reichen sollte und der Finalplatz gesichert war. Im Finallauf selbst waren somit zwei Berliner Boote vertreten und sowohl Jacob als auch Marcus trugen mit dazu bei das dieses Finale fast alle Zuschauer von den Sitzen riss. Nur um Haaresbreite verpasste Jacob Schopf eine Medaille und wurde denkbar knapp hinter dem Dänen Rene Holten Paulsen Vierter. Unmittelbar hinter Jacob wurde Marcus Groß Fünfter und erreichte in einem Weltklasse Feld ebenfalls eine Top-Platzierung.

Mindestens genauso aufgeregt wie Jacob dürfte auch Lisa Jahn (KSC) gewesen sein. Für Sie sollte der Weltcup die erste internationale Bewährungsprobe sein, seit sie den Umstieg vom Kajak zum Canadier gewagt hatte.

Nach super Ergebnissen zur ersten und zweiten Sichtung musste sich jetzt zeigen wie sie gegen die internationale Konkurrenz bestehen kann. Es stand als Erstes der C2 500m als olympische Disziplin auf dem Programm und zur Überraschung Aller und wahrscheinlich auch sich selbst, schaffte sie es mit ihrer Zweierpartnerin Sophie Koch (Karlsruhe) den dritten Platz zu erreichen. Im darauf folgenden C1 war das Ziel A-Finale ausgegeben. Dies erreichte sie souverän mit einem Vorlauf -und einem Zwischenlaufsieg. Auf Bahn 6 platziert ging es dann ins Finale welches sie mit dem überaus beachtlichen Platz 5 abschloss. Auch da fehlten zu einer Medaille nur wenige Zentimeter.

Gerade Lisa und Jacob haben ganz sicher einen sehr guten Eindruck hinterlassen und ein Zeichen gesetzt. So können sie mit Freude in die Saison sowie auf die weiteren Höhepunkte zugehen.

Aber auch Marcus, der in der Vorbereitung zu Gunsten seiner beruflichen Laufbahn nicht optimal trainieren konnte hat deutlich gezeigt, dass er zu den besten Kanuten gehört die Deutschland zu bieten hat. Das macht Lust auf die weiteren Saisonmeilensteine. Bereits in zwei Wochen geht es nach Belgrad zur Europameisterschaft und im August steht die WM in Portugal auf dem Programm.

Wir drücken unserem vierten Teilnehmer Conrad Robin Scheibner (SCBG) die Daumen das er bis dahin auch noch eine Chance bekommt. Auch er musste wegen Erkrankung die Teilnahme am Weltcup absagen.

Text R. Jahn