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Die Kanu WM ist Geschichte – Zwei Weltmeister aus Berlin

27 Aug, 2018 / 0

Bei der in diesem Jahr in Montemor-o-Velho (Portugal) ausgetragenen Kanu Rennsport WM nahmen von den Berliner Kadersportlern
Marcus Groß (G90 Berlin), Jacob Schopf (KKC Berlin), Kostja Stroinski (RKV Berlin), Lisa Jahn (KSC Kanu Berli), Conrad Robin Scheibner, Moritz Adam (beide SCBG) teil.
Gleich am ersten Finaltag gab es den Weltmeistertitel im K2 für Marcus Groß mit seinem Partner Max Hoff (KG Essen) über 1000m , bei sagenhaft guten Wetter und einer riesigen Stimmung auf den Rängen. Marcus sagte nach dem Rennen das sie sich strikt an ihre geplante Taktik gehalten haben und ihnen nicht klar war ob diese aufgehen würde. Umsomehr haben sich beide über den Titel gefreut nach dem Rennen.
Jacob Schopf, bei seiner ersten WM in der A-Mannschaft, startete im K4 über die 1000-Meter Distanz und eigentlich rechneten sich die vier Herren nicht wirklich viel aus, nachdem sie bei der EM im Vorfeld „nur“ Platz sechs belegen konnten. Beherzt und ohne Druck hat das sehr junge Boot die gesamte Konkurrenz und , wie mir Jacob bestätigte, sich selbst komplett überrascht und mit einem Start Ziel Sieg für riesen Freude gesorgt. Gold und Weltmeister bei seinem ersten Start in der Leistungsklasse, herzlichen Gl®πckwunsch auch ihm.
Moritz Adam und Conrad Robin Scheibne bereits als Weltmeister in der zuvor stattfindenden U23-WM angereis, wollten auch im C4 der Leistungsklasse um die Medallien mitkämpfen. Das ist ihnen gut gelungen, wenn auch am Ende nur sehr knapp die Bronze-Medaille verfehlt wurde, haben die Vier alles gegeben und können mit dem sogenannten undankbarem Vierten aber trotzdem zufrieden sein. Es ging schließlich um eine Weltmeisterschaft in der höchsten Klasse, das sollte dabei nicht vergessen werden.
Das kann man auch von dem Abschneiden von Lisa Jahn sagen. Ihre erste WM im „Konzert“ der Großen und erst ihr zweites Jahr nach dem Umstieg vom Kajak auf die Canadierdisziplin. Sie wurde auf beiden olympischen Strecken eingesetzt, die 500m im C2 absolvierte sie mit Sophie Koch (Karlsruhe) und auf Anhieb erreichten sie das A-Finale und belegten dort einen beachtlichen sechsten Platz. Dies entsprach auch der Zielstellung des Disziplientraines Detlef Hummelt. Genau diese Platzierungen im C2 500 und im C1 200 sind die Zielstellung des DKV Kanu für das nächste Jahr , um die Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo sichern zu können. Leider gelang dies Lisa im C1 nicht, da sie ausgerechnet in ihrem Zwischenlauf alle drei Medalliengewinnerinnen des später stattfindenden A-Finals vor sich hatte. Sie erreichte den vierten Platz im Zwischenlauf, warum für sie dann das B-Finale übrig blieb, welches sie aber gewinnen konnte.
Kostja Stroinski war auf der 500m Strecke im K2 zusammen mit Saeid Fazloula im Einsatz und sie schafften auch hier das A-Finale bei dem sie sich mit dem guten achten Platz zufrieden geben mussten. Auf der ungünstigen Außenbahn war dann nicht mehr zu holen, trotzdem sagte Kostja mir, dass er nicht unzufrieden ist, da die Saison für ihn mit Krankheit begann und er doch froh darüber war, bei der Weltmeisterschaft noch starten zu dürfen.
In der darauffolgenden Woche finden alle erfolgreichen Leistungsklasse Sportler ihren Saisonabschlu? bei der Deutschen Meisterschaft in Hamburg und freuen sich auf die dann folgende freie Zeit.
Einzig Marcus Groß wird noch eine Weile unter Anspannung stehen, erwartet er doch zusammen mit seiner Frau das zweite Kind. Darum wird er auch nicht an der DM teilnehmen, da er natürlich bei seiner Familie sein möchte.
Alles Gute der Familie Groß und wir freuen uns alle bereits auf die nächsten Höhepunkte!

 

R. Jahn