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Medaillen und gute Platzierungen beim Abschlusswettkampf der Leistungsklasse in München zu den Europameisterschaften

12 Sep, 2022 / 0

Die diesjährigen Europameisterschaften der Leistungsklasse, nur wenige Tage nach der WM in Kanada, fanden eingebettet in die European Games in München statt.

Zahlreiche Entscheidungen konnten so von den Kanu-Fans, aber auch durch Zuschauer,

 welche ansonsten nicht so oft die Rennen der Kanuten verfolgen, live im ARD und ZDF gesehen werden.

Das Interesse war nachweislich hoch und unsere Berliner Spitzenkanuten haben sich auch nach einer kräftezehrenden Saison wieder stark gezeigt. Allen voran Tim Hecker, gemeinsam mit seinem Zweier Partner Sebastian Brendel (Potsdam) im C2 der Herren.  Auf der nicht mehr olympischen Strecke über die 1000m dominierten Sie das Feld und zeigten ein kontrolliertes Rennen vom Anfang bis zum Ende, was mit der Goldmedaille belohnt wurde.

Auf der neuen Olympischen Distanz der 500m traten ebenfalls beide wieder gegen die Konkurrenz an und boten ein sagenhaft spannendes Rennen. Es waren nur Millimeter die im Ziel an der Silbermedaille fehlten, und es dauerte auch eine Weile ehe die Ergebnisse offiziell fest standen. Bronze und ein deutlicher Trend nach oben für die Beiden lassen für Olympia 2024 in Frankreich hoffen.

Im C2 der Damen trat Lisa Jahn mit ihrer in Berlin trainierenden Zweierpartnerin Sophie Koch (Karlsruhe) auf der 200m und der 500m Strecke an. Mit etwas Enttäuschung aus der WM und dort jeweils knapp verpassten Podiumsplätzen sollte es bei der EM besser werden. 

In der ersten Entscheidung der Damen, den olympischen 500m, wollten die beiden Frauen es diesmal wissen und sind mit einem Blitzstart an die Spitze des Feldes gegangen. Unter Umständen war es am Ende der Saison und die gewählte Taktik dann doch etwas zu schnell, so das es im Ziel leider wieder „nur“ für den vierten Platz reichte. Letzte Chance der Beiden Damen sich aus der Saison bei offiziellen Wettkämpfen mit einem sehr guten Ergebnis zu verabschieden, blieb dann noch auf der 200m Sprintstrecke im C2 der Frauen.

Sicherlich mit etwas Anspannung gingen die Mädels das Rennen an und haben eine super Start hingelegt. Bis etwa 100m vor dem Ziel führten sie das Feld noch an, mussten dann aber der langen Saison Tribut zollen und kämpften sich ins Ziel. Wie knapp es dann wurde, war an der absoluten Stille an der Regattastrecke in München zu spüren, nachdem die Damen über die Ziellinie gefahren waren. Es dauerte gefühlt einige Minuten bis das offizielle Ergebnis, nach Auswertung des Zielfotos, feststand und bestätigte, das Lisa Jahn und Sophie Koch doch noch eine Medaille mit nach hause nehmen konnten. Platz Drei und Bronze als guter Abschluss war dann der Lohn. 

Felicia Laberer startete in ihrem Rennen (KL3 W 200) mit erfolgversprechenden Hoffnungen auf eine Medaille. Leider hatte sie den Start etwas verpasst, was auf der kurzen Distanz fast nicht mehr wettzumachen ist, und sie musste so den starken Britinnen und der französischen Starterin den Vortritt lassen. Trotzdem reichte es noch zu einem guten viertem Platz, vor den Augen ihrer Familie, die sie vor Ort anfeuerten. 

Lena Röhlings ging im Vierer der Damen an den Start über die 500m und wollte hier ein bestmöglichste Platzierung erreichen. Leider musste das Boot wegen Krankheit kurz zuvor nochmal umbesetzt werden, was für ein Mannschaftsboot nie ohne Nachteile zu machen ist. 

Dafür haben die jungen Damen ein sagenhaftes Rennen abgeliefert und eine Medaille nur um vier Tausendstel Sekunden verpasst. Wie knapp das ist, kann sich gerne jeder im Nachgang im Zielfoto anschauen.  Herzlichen Glückwunsch auch für diese Leistung!

Die weiteren Berliner Athleten, welche sich für die A-Mannschaft qualifiziert hatten, wurden mehr oder weniger über die Saison bzw. auch schon unmittelbar zuvor, Opfer von Corona-Infektionen bzw. anderen Erkrankungen. Ihnen auf diesem Weg beste Genesung und Erholung. In der nächsten Saison greifen Sie wieder an, da sind wir uns sicher und wir drücken Euch die Daumen für eine gute und gesunde Vorbereitung der nächsten Saison.

Raimund Jahn